Der Sonntagszopf
Weil heute Sonntag ist, nehme ich einen älteren Eintrag aus meinem Hauptweblog wieder auf. Denn der Sonntagszopf darf in keiner Schweizer Bauernküche fehlen!

Am Samstag bäckt jede Schweizer Bäuerin, die etwas auf sich hält, ein besonderes Brot: den Zopf, oder wie es auf Berndeutsch heisst, die Züpfe. Das ist ein alter Zopf, der hoffentlich noch lange nicht abgeschnitten wird. Schon Jeremias Gotthelf hat vor 150 Jahren dieses Gebäck in seinen Erzählungen des Bauernlebens im Emmental erwähnt.
Es gibt verschiedene Zopfrezepte, und jedes soll natürlich das "richtige" sein. Wer es ausschliesslich vegetarisch mag, kann ja mal dieses Rezept versuchen.
Ich füge alles zusammen und knete den Teig von Hand. Ich liebe diese Arbeit, das Fühlen der elastischen, weichen Masse. Und ich versuche, beim Kneten gute Gedanken zu denken. Wer von diesem Brot isst, soll die Liebe spüren, die darin eingebacken ist.
Hefeteig braucht Zeit zum Aufgehen, sicher eine Stunde, mit einem feuchten Tuch zugedeckt an einem warmen Ort. Dann flechte ich den Zopf und lasse ihn nochmals ca 20 Minuten aufgehen. Ich heize den Ofen auf 180 Grad Celsius (bei mir: 325 Grad Fahrenheit), bepinsle den Zopf mit verdünntem Eigelb und backe ihn dann ca 50 Minuten.
Oft mache ich das doppelte Rezept, dann forme ich kleine Brötchen aus dem Teig und wir haben zum Samstagsabendessen schon einen Vorgeschmack vom Sonntag. Oder ich backe zwei Zöpfe und verschenke den einen.
Ich finde solche Traditionen wichtig. Gerade wenn wir in der Erntezeit so viel Arbeit haben auf der Farm, dass wir auch am Sonntag ran müssen, ist es schön, wenigstens beim Frühstück zu merken, das es ja eigentlich Sonntag ist.
Und nun, wer kommt alles zu uns zum Frühstück?
Die Bilderserie vom Zopfbacken
>>> RezKonv-Format

Am Samstag bäckt jede Schweizer Bäuerin, die etwas auf sich hält, ein besonderes Brot: den Zopf, oder wie es auf Berndeutsch heisst, die Züpfe. Das ist ein alter Zopf, der hoffentlich noch lange nicht abgeschnitten wird. Schon Jeremias Gotthelf hat vor 150 Jahren dieses Gebäck in seinen Erzählungen des Bauernlebens im Emmental erwähnt.
Es gibt verschiedene Zopfrezepte, und jedes soll natürlich das "richtige" sein. Wer es ausschliesslich vegetarisch mag, kann ja mal dieses Rezept versuchen.
Und so mache ich es:
Ich brauche:
- 1kg ungebleichtes, biologisches Weissmehl
- 1 Esslöffel Salz
- 1 Esslöffel Trockenhefe, mit 1 Teelöffel Zucker in etwas lauwarmer Milch aufgelöst. Man kann auch 40g Frischhefe nehmen, wenn man solche findet.
- 125g Butter, geschmolzen
- 6 dl Milch, lauwarm
Ich füge alles zusammen und knete den Teig von Hand. Ich liebe diese Arbeit, das Fühlen der elastischen, weichen Masse. Und ich versuche, beim Kneten gute Gedanken zu denken. Wer von diesem Brot isst, soll die Liebe spüren, die darin eingebacken ist.
Hefeteig braucht Zeit zum Aufgehen, sicher eine Stunde, mit einem feuchten Tuch zugedeckt an einem warmen Ort. Dann flechte ich den Zopf und lasse ihn nochmals ca 20 Minuten aufgehen. Ich heize den Ofen auf 180 Grad Celsius (bei mir: 325 Grad Fahrenheit), bepinsle den Zopf mit verdünntem Eigelb und backe ihn dann ca 50 Minuten.
Oft mache ich das doppelte Rezept, dann forme ich kleine Brötchen aus dem Teig und wir haben zum Samstagsabendessen schon einen Vorgeschmack vom Sonntag. Oder ich backe zwei Zöpfe und verschenke den einen.
Ich finde solche Traditionen wichtig. Gerade wenn wir in der Erntezeit so viel Arbeit haben auf der Farm, dass wir auch am Sonntag ran müssen, ist es schön, wenigstens beim Frühstück zu merken, das es ja eigentlich Sonntag ist.
Und nun, wer kommt alles zu uns zum Frühstück?
Die Bilderserie vom Zopfbacken
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bauernkueche - 13. Nov, 14:10











