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Grittibänze

Wir Auslandschweizerinnen hängen vermutlich besonders an unseren kulinarischen Traditionen. Sonst hätte Zorra nicht heute das selbe gebacken wie ich. Sie hat damit das sechste Adventssöckli gefüllt. Heute ist (war...) ja Samichlaustag, einiges zu dieser Tradition kann man hier nachlesen.
Grittibänze heissen in andern Regionen der Schweiz auch« Grättimanne» oder «Elggermanne», in Deutschland «Weckmänner» (in Baden und im Rheinland), in Karlsruhe sind es «Dambedei», in Westfalen und Ostfriesland «Stutenkerle» Es sind sogenannte Gebildbrote und sie symbolisieren den Hans Muff bzw. den Knecht Ruprecht, den drohenden Begleiter des hl. Nikolaus.
Noch mehr zu der Geschichte der Grittibänze findet man auch in den Kommentaren dieses Beitrages

Und so habe ich meine gemacht:
Ich nehme eine halbe Portion Zopfteig, dem Grundrezept habe ich 2 Esslöffel Zucker beigefügt, das kann man aber auch weglassen. Nachdem dieser Teig schön aufgegangen ist, forme ich die Grittibänze, wie man auf den Bildern sehen kann (zum Vergrössern Bild anklicken)
Grittibaenze
Der kleine Teigmann hat eine Zipfelmütze und ein Halstuch, die Nase und die Stirnfransen sind mit einer Schere eingeschnitten. Das Fraueli hat zwei Zöpfe und einen Gürtel, ich habe ihr auch keine Beine geschnitten, denn sie trägt einen langen Rock. Als Augen und Knöpfe werden Rosinen tief in den Teig gedrückt. Beim Formen muss man darauf achten, dass die Figuren eher «schlank» sind, denn Hefeteig geht ja bekanntlich noch auf, sind sie von Anfang an zu rundlich, platzen sie beim Backen aus den Nähten, und dann gibt es unvesehens aus einem Engel ein Frosch ;-)...
Bevor man die Grittibänze in den Ofen schiebt, werden sie mit verdünntem Eigelb bepinselt, dann ca 30 Minuten bei 190°C/350°F gebacken.
Cascabel (anonym) - 7. Dez, 07:53

auch dir vielen Dank für die tolle Anleitung - die sehen ja wirklich hübsch aus!

Claudia (anonym) - 8. Dez, 18:48

Die sehen...

... wirklich sehr süß aus! Da bekomme ich glatt Lust auch mal solche Männchen zu backen!

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