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brote

Sonntag, 27. November 2005

Zimtschnecken

Wenn es draussen anfängt ungemütlich zu werden, Sturm um die Hausecken pfeift und der erste Schnee bereits waagrecht daherkommt, ist es Zeit für dieses "Comfort food":



Zutaten

1/2 Portion Zopfteig
100 Gramm Butter, flüssig
2 Handvoll Brauner Zucker
Viel Zimt
Glasur, nach Belieben
100 Gramm Puderzucker
1/2 Essl. Rahm
1 Tropfen Vanilleessenz


Zubereitung
Die Hälfte des aufgegangenen Teiges zu einem Rechteck auswallen, ca 1/2 cm dick. Dieses grosszügig mit flüssiger Butter bestreichen, mit braunem Zucker bestreuen (geht am besten mit der Hand) und ebenfalls grosszügig Zimt darüber geben. Von der längeren Seite her das Rechteck locker aufrollen. Mit der zweiten Teighälfte genauso verfahren, dann die Rollen in ca 4cm dicke Stücke schneiden und diese nebeneinander mit etwas Abstand auf ein Blech setzen. Noch ca 20 Minuten aufgehen lassen.
Backen: Bei 350°F/190°C während 30-35 Minuten.
Glasieren: Die Zutaten für die Glasur gut vermischen und über die noch heissen Schnecken tropfen lassen.
Die Schnecken schmecken am besten warm.
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Sonntag, 13. November 2005

Der Sonntagszopf

Weil heute Sonntag ist, nehme ich einen älteren Eintrag aus meinem Hauptweblog wieder auf. Denn der Sonntagszopf darf in keiner Schweizer Bauernküche fehlen!


zopf
Am Samstag bäckt jede Schweizer Bäuerin, die etwas auf sich hält, ein besonderes Brot: den Zopf, oder wie es auf Berndeutsch heisst, die Züpfe. Das ist ein alter Zopf, der hoffentlich noch lange nicht abgeschnitten wird. Schon Jeremias Gotthelf hat vor 150 Jahren dieses Gebäck in seinen Erzählungen des Bauernlebens im Emmental erwähnt.
Es gibt verschiedene Zopfrezepte, und jedes soll natürlich das "richtige" sein. Wer es ausschliesslich vegetarisch mag, kann ja mal dieses Rezept versuchen.



Und so mache ich es:
Ich brauche:

  • 1kg ungebleichtes, biologisches Weissmehl
  • 1 Esslöffel Salz
  • 1 Esslöffel Trockenhefe, mit 1 Teelöffel Zucker in etwas lauwarmer Milch aufgelöst. Man kann auch 40g Frischhefe nehmen, wenn man solche findet.
  • 125g Butter, geschmolzen
  • 6 dl Milch, lauwarm

Ich füge alles zusammen und knete den Teig von Hand. Ich liebe diese Arbeit, das Fühlen der elastischen, weichen Masse. Und ich versuche, beim Kneten gute Gedanken zu denken. Wer von diesem Brot isst, soll die Liebe spüren, die darin eingebacken ist.
Hefeteig braucht Zeit zum Aufgehen, sicher eine Stunde, mit einem feuchten Tuch zugedeckt an einem warmen Ort. Dann flechte ich den Zopf und lasse ihn nochmals ca 20 Minuten aufgehen. Ich heize den Ofen auf 180 Grad Celsius (bei mir: 325 Grad Fahrenheit), bepinsle den Zopf mit verdünntem Eigelb und backe ihn dann ca 50 Minuten.
Oft mache ich das doppelte Rezept, dann forme ich kleine Brötchen aus dem Teig und wir haben zum Samstagsabendessen schon einen Vorgeschmack vom Sonntag. Oder ich backe zwei Zöpfe und verschenke den einen.
Ich finde solche Traditionen wichtig. Gerade wenn wir in der Erntezeit so viel Arbeit haben auf der Farm, dass wir auch am Sonntag ran müssen, ist es schön, wenigstens beim Frühstück zu merken, das es ja eigentlich Sonntag ist.
Und nun, wer kommt alles zu uns zum Frühstück?


Die Bilderserie vom Zopfbacken
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